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Samstag, 9. Juli 2011

"Gab es die Sumerer doch?!" - Teil 1: Die C14-Kritik

Vorwort

Ein Thema, dem ich mich schon länger widmen will, ist die Chronologiekritik von Gunnar Heinsohn und ihm nahestehende Chronologiekritiker.Auf dieses Thema wurde ich durch das sehr empfehlenswerte Buch von Gunnar Heinsohn und Otto Steiger: "Eigentum, Zins und Geld"(Metropolis Verlag, 4. Auflage, 2006), aufmerksam. Über die darin vorkommende Kritik, habe ich bereits im Preview zu dieser Serie geschrieben. Der Titel dieses Beitrags ist eine Anspielung auf das Buch von Gunnar Heinsohn: "Die Sumerer gab es nicht"(Mantis Verlag, 1988). Ich möchte dieses Thema sehr ausführlich in einer längeren Serie behandeln und auf viele Aspekte eingehen. Das Hauptaugenmerk soll jedoch auf den  naturwissenschaftlichen Datierungsmethoden liegen. Sollten Verfahren zur Datierung, wie die 14C-Datierung und Dendrochronologie - entgegen den Behauptungen der Chronologiekritiker - einen Gültigkeitsanspruch haben und sollte es darüber hinaus anhand von Funden möglich sein, die Kritik zu widerlegen, wird diese Serie etwas kürzer ausfallen. Sollten sich jedoch die Zweifel der Chronologiekritiker bestätigen und die Methoden gravierende Mängel aufweisen, so wird diese Serie zur Chronologiekritik deutlich länger werden und es wird sehr ausführlich über die gesamte Kritik berichtet werden.

Sonntag, 3. Juli 2011

Preview zur Artikelserie über die Chronologiekritik: Heinsohns dubiose Aussagen

     Ich plane im Moment eine Serie aus mehreren Artikeln zur Chronologiekritik von Gunnar Heinsohn, Heribert Illig und Hans-Ulrich Niemitz. Ich kam darauf durch die Lektüre von Gunnar Heinsohns und Otto Steigers "Eigentum, Zins und Geld"(Metropolis Verlag, 4. Auflage, 2006) [Ab hier abgekürzt: "EZG"]. Auch wenn ich einige Argumente von Niemitz (zusammen mit Christian Blöss) zur Problematik der 14C-Datierung durchaus verstehe und akzeptiere, sehe ich die Kritik mittlerweile als nicht mehr haltbar an. Über die 14C-Datierung werde ich sehr ausführlich berichten und möchte hier nur mal auf eine Stelle in "Eigentum, Zins und Geld" eingehen. Was die Kritik an der Ökonomie angeht, so stimme ich diesem Buch in weiten Teilen zu. Bei ein paar Punkten sehe ich das zwar etwas anders (so bin ich etwa gegenüber der "Eigentumsprämie" ähnlich kritisch wie Stadermann und Steiger in "Allgemeine Theorie der Wirtschaft: Band 1: Schulökonomik" (Mohr Siebeck; 2. unveränderte Auflage: 2006)), aber ich kann "EZG" in Hinblick auf die ökonomischen Aussagen dennoch wärmsten empfehlen. Die näherer Betrachtung der darin enthaltenen Chronologiekritik, lässt diese dafür aber sehr dubios erscheinen...